„Nüchtern steh ich das nicht durch“ von Lyranda Martin Evans und Fiona Stevenson

Huhu meine Lieben,

Kinder sind was unglaublich tolles. Ich kann Euch gar nicht genug vorschwärmen, wie sehr ich meine Tochter liebe. Was besseres konnte mir gar nicht passieren.
Aber auch wenn manche sagen werden „also bei mir ist das ganz anders, mein Justus Kevin Jerome ist ein Engel“ (ich hoffe, jetzt fühlt sich keiner persönlich angegriffen), gibt es doch einen Gedanken, der sich nach einer schlaflosen Nacht, in der man halbschlafend mit dem Baby auf dem Arm hin- und herlaufend und in Dauerschleife „La Le Lu“-singend durch die Wohnung dümpelt, immer mal kurz (manchmal auch länger) einschleicht: „Nüchtern steh ich das nicht durch

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Und während die „armen“ stillenden Mütter – wie ich – sich noch ein bisschen gedulden müssen, bis das magische Wort „Abstillen“ fällt, können Fläschchen gebende Mütter mal ein Gläschen zur Nervenberuhigung zu sich nehmen.
Ich hoffe, Ihr nehmt mir das nicht übel. Natürlich übertreibe ich ein bisschen, aber auch wenn es – zumindest für mich – das schönste ist, was man erleben kann, ein Kind in die Welt zu setzen, ist es kein Zuckerschlecken. Da fallen mir viele solcher Horrorwörtern ein wie Wachstumsschub, Phase und Zähnchen kriegen und das dann wieder und wieder.

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Zu diesem Thema und ob man sich mal einen Drink zur Beruhigung gönnen kann und wenn ja, welchen… und überhaupt: gibts die auch alkoholfrei? Will auch! Darüber haben sich Lyranda Martin Evans und Fiona Stevenson Gedanken gemacht und ihre Ergebnisse in dem Buch „Nüchtern steh ich das nicht durch“ für die elterliche Nachwelt hinterlassen.

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Das darf ich dank >randomhouse< testen und möchte es Euch gerne vorstellen:

Lyranda Martin Evans ist preisgekrönte Werbetexterin und Creative Designer in einer der führenden Werbeagenturen Kanadas. Sie schreibt selber Comedy und steht auch damit gelegentlich auf der Bühne. Früher hat sie als Barkeeperin gearbeitet und aus der Zeit stammen auch die leckeren Cocktailrezepte.

Fiona Stevenson, die denselben Vornamen hat wie meine Tochter, ist preisgekrönte Spezialistin für die Vermarktung von Marken, sowie Innovationsberaterin und richtet Veranstaltungen für Konzerne aus. Sie ist gelernte Improvisationskünstlerin, schreibt ihre eigenen Sketche und steht damit vor Publikum.

Der Humor der beiden Autorinnen kommt in ihrem Buch auch voll zur Geltung. Ich habe viel gelacht, geschmunzelt und desöfteren gedacht „ja genauso ist das bei mir auch“. Zwar konnte ich mich nicht mit allem identifizieren, aber bildlich vorstellen ging allemal.

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Das Buch ist immer in links eine Geschichte zum Kinder kriegen, Kinder haben und dem ganzen Drumherum, und rechts ein Cocktailrezept eingeteilt. Die wiederum sind mit Schnullern markiert. Je mehr Schnuller, desto dringender braucht man den jeweiligen Drink.
Die Geschichten auf der linken Seiten reichen dann von der Schwangerschaft und der Geburt bis hin zum Kind an sich. Themen sind z.B. Geburtstvorbereitungskurs, Wehen, Schlafentzug, Sex, Windeln, Zahnen und und und. Genau 100 Themen werden kurz angerissen.

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Man darf das natürlich nicht zu Ernst nehmen, sich als Mutter auch kein Beispiel daran nehmen und nun dauerbesoffen mit seinem Kind herumrennen, das wäre mehr als verantwortungslos. Dennoch darf sich auch Mama hin und wieder, sofern sie nicht oder nicht mehr stillt, mal einen Cocktail gönnen. Ob das während der Stillzeit in Ordnung ist, entscheidet jeder für sich, da gibt es geteilte Meinungen, ich gehe da kein Risiko ein.
Übrigens sind auch einige alkoholfreie Cocktails dabei, sodass ich auch ein bisschen was probieren konnte. Die, die ich gekostet habe, waren sehr lecker. Ich freue mich schon darauf, mal einen mit Alkohol auszuprobieren.

Der Humor der beiden Autorinnen ist ganz nach meinem Geschmack, ein bisschen dreckig und zutiefst ehrlich, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, schreiben sie über die täglichen Sorgen und Probleme, mit denen sich Eltern nun mal rumärgern müssen.

Auch die Bezeichnung der Cocktails hat mich oft schmunzeln lassen. Da heißt dann der passende Drink zum Thema „Abstillen“ dann mal „Mad Cow„. Dazu muss ich Euch auch noch den ersten Satz zeigen:

Die letzte Folge der Drama-Serie Mama macht muh! endet damit, dass du abgestillt wirst. Mit diesem Vorgang teilt das Universum Mama offiziell mit, dass die Party vorbei ist: „Zeit, die Riesenbrüste, zurückzugeben, die Sie nur zu Ansicht hatten. Zum Ausgleich können Sie Ihre Periode wiederhaben.“

(Quelle: „Nüchtern steh ich das nicht durch“, S.154)

Lustig und gnadenlos ehrlich, ohne böd drumherum zu reden. Einfach klasse!

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Mein Fazit:

Ich habe viel gelacht und geschmunzelt. Der Humor hat bei mir voll ins Schwarze getroffen und ich konnte mich mit einigen Situation durchaus identifizieren. Und bevor man mir das Jugendamt auf den Hals hetzt und mich eine Rabenmutter nennt, empfehle ich Euch lieber, selber mal einen Blick ins Buch zu werfen.
Für 9,99 € ist es z.B. >hier< erhältlich.

Ich bedanke mich herzlich bei randomhouse für die kosten- und bedingungslose Bereitstellung des Testprodukts.

Einen schönen Nachmittag wünscht Euch,

Eure Alfi

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